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Evolution der Menschen

Gleich mal vorweg: ich bin keinesfalls Genbiologe- oder paläntologe, sondern bewege mich auf diesem Terrain bisher nur hobbymäßig mit dem einzigen Werkzeug der philosophischen Logik und der Kombination von Fakten, die Wissenschaftler gefunden haben. Wenn also Herr Pääbo mir irgendeinen Gegenbeweis bringt, ist dieser willkommen und akzeptiert.

Was mir an der derzeitigen Theorie vor allem aufstößt, ist die Tatsache, dass einerseits eine Vermischung des homo sapiens sapiens mit dem homo sapiens neandrtalensis, sowie mit dem Denisova-Menschen als bewiesen gilt, andererseits aber weiterhin behauptet wird, die gemeinsame Urmutter aller heute lebenden Menschen hätte als homo sapiens sapiens vor ca. 130000 oder weniger Jahren in Afrika gelebt. Das ist unlogisch, denn, wenn es Vermischung mit älteren Menschenarten gegeben hat, muss die gemeinsame Urmutter vor all dieser verschiedenen Arten geortet werden. Das hieße entweder, dass der Mutationsabstand in der Mitochondrientheorie falsch berechnet ist, oder dass die Mutationen doch nicht so regelmäßig stattfinden, oder dass die gesamte Mitochondrientheorie falsch ist. Wissenschaftler mögen beurteilen, was davon am ehesten stimmt.

Ein weiteres logisches Problem sind all Menschenarten, die älter als der Neandertaler sind. Sie hatten bereits Speere, bauten Boote, Häuser, pflasterten Vorplätze, hatten Feuer, jagten Großwild und vieles mehr. Die ersten Neandertaler, die sich aus dieser Menschenmenge abspalteten, hatten doch ständig Rückwärtsbeziehungen und waren wohl nie in der Lage, diese Homini erecti in ihrem gesamten Verbreitungsraum auszulöschen. Wo sind die denn abgeblieben? Angeblich hatte der spanische Homo antecessor schon ein flaches Gesicht, wie wir. Es scheint überhaupt, dass das Gesicht die größte Variabilität in der Erscheinung aufweist, je nach Umweltbedingungen, während der Körper ziemlich der selbe bleibt. Man stelle sich Menschen vor, die die Felle, die sie schaben, mit den Zähnen festhalten. Ihr Gebiss wird stärker und vorspringen, während als Gegenreaktion der Stirn- und Gehirnschädel nach hinten flieht. Das hat mit veränderten Genen überhaupt nichts zu tun und im heißen Afrika, wo man keine Felle braucht, ist rein deshalb vielleicht der flache Gesichtsschädel weiter verbreitet gewesen. Selbst an Tierschädeln erkennt der Archäologe an der stumpferen, kürzeren Schnauze, dass es sich um domestizierte Tiere handelte, an der spitzeren längeren, dass es Wildformen waren. So hat sich der Mensch eben selbst domestiziert. Meine Vermutung ist daher, dass wir genetisch gesehen immer noch Homini erecti sind, im wesentlichen jedenfalls, und die geringe Einmischung an Neandertalergenen das potentielle Abspaltungs-Genmaterial darstellen, also könnte sich aus uns, bei geänderten Lebensumständen, rein theoretisch wieder ein Neandertaler entwickeln. Da aber winzige Genveränderungen genügen, um ein Erscheinungsbild drastisch zu verändern, ist damit natürlich eher nicht mehr zu rechnen.

Ich glaube, dass man die momentanen Erklärungsprobleme bzgl. der menschlichen Evolution nur in den Griff bekommt, wenn man genau von diesen 2 Hypothesen ausgeht: 1. die Urmutter war mindestens ein homo erectus oder älter, 2. wir sind immer noch Homini erecti. So würde man zu keinem Widerspruch zwischen Gentheorie und tatsächlichen Funden mehr kommen und könnte die kulturelle Evolution des Menschen ebenfalls bruchlos erklären. Ob dabei der Ursprung in China oder in Afrika angesiedelt wird, ist relativ egal. Sofern die Mitochondrientheorie an sich stimmt, ist er eher unilokal zu denken. Tatsache jedenfalls ist, dass der asiatische homo erectus schon hoch entwickelt war.

3.9.13 15:15
 


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