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Womit die Menschheit/Evolution fertig werden musste


Heute kam endlich der Hinweis, auf den ich schon lange wartete: http://www.focus.de/wissen/klima/starke-klimaveraenderung-asteroiden-einschlag-beeinflusste-die-evolution_aid_1088421.html. Alles, was ich im Folgenden darlege, soll einen hypothetischen Rahmen darstellen, der auf Belege durch die Wissenschaft wartet, nicht mehr und nicht weniger, also keine esotherische Phantasie, aber auch keine bewiesene Behauptung. Anders würde ich mich nicht mehr getrauen, über den ersten Punkt, Atlantis, zu sprechen.

Dabei gehe ich von 2 Annahmen aus: 1.) alle bisherigen Behauptungen, Atlantis gefunden zu haben, stimmen insofern, als untergegangene Nachfolgekulturen einer prähistorischen Hochkultur gefunden wurden, sie besagen, dass es vernichtende Katastrophen in der Menschheitsgeschichte zu Hauf gab. 2.) die Priester von Sais oder Solon konnten sich eine Hochkultur nicht anders vorstellen, als die Kultur, in der sie lebten, genau wie wir heutzutage. Was sie beschrieben haben, war die minoische Kultur. Das heißt aber nicht, dass das Ereignis nicht tatsächlich 10000 Jahre zurück lag und auch die Lokalisation so in etwa stimmt, aber von der tradierten Sage ist mit Sicherheit nur ein Gerippe übrig geblieben, während die Ausmalung sich mit der Zeit veränderte.

Die neuesten Forschungsergebnisse zusammen gepuzzelt ergeben folgende Skizze: die frühesten Funde an Skulpturen und Höhlenmalereien reichen in eine Zeit zurück, in der bisher nur die Neandertaler belegt sind und betreffen nur Westeuropa, bzw. das westliche Mitteleuropa. Auch die Neandertaler haben schon blattförmige, feine Steinwerkzeuge entwickelt, wie sie später in der Solutréen- Kultur (Westküste Europas) perfektioniert wurden. Ich gehe also davon aus, dass die Neandertaler in Westeuropa den Grundstein für eine hohe Kultur legten.

Diese Kultur breitete sich entlang der Eisküstenlinie bis an die Ostküste Nordamerikas aus und ist dort als Folsom und Cloviskultur bekannt. Diese reichte bis etwa Florida nach Süden. Transatlantische Kontakte sind angeblich inzwischen bewiesen. Dies würde eine Interpretation der bemalten Höhlen im Sinne der Vorstellungen nordamerikanischer Eingeborener empfehlen: die Höhle ist die Gebärmutter der Mutter Erde. In ihr warten die Seelen die eine Wanderung durch Wolken und Tiere hinter sich haben auf die Wiedergeburt. In Initiationsriten sollen die Jugendlichen (Männer) in die Geheimnisse des Lebens eingeweiht werden. Die Tierbilder erscheinen aus dem Dunkeln wie eine göttliche Offenbarung, sobald sich das Auge adaptiert hatte und die Drogen wirkten. Dieser Weltsicht entsprechend, müssten die Künstler weibliche Priesterinnen gewesen sein. Die grazilen Handabdrucke und die zarten, eleganten Linien sprechen genau so dafür, wie die Überlieferung in Märchen und Sagen, wobei ich vor allem an das Märchen vom Machandelboom und die Harpagussage denke, beide freilich nur Gerippe der ursprünglichen Realität. Schädelfunde vor den Höhlen erzählen aber von Menschenopfern, so dass man sich eine weibliche "Justitia" mit verbundenen Augen, die am Höhlenausgang das "Schicksal" über das Menschenopfer entscheiden ließ, durchaus vorstellen kann. Dieses wurde dann in der Gemeinschaft verspeist, "dies ist mein Leib", "dies ist mein Blut" und die Gemeinschaft so im "Abendmahl" zusammengeschworen. Dabei wusste natürlich der Vater nicht, dass er den Sohn aß, der sich für die Gemeinschaft geopfert hatte. Ausgehend von der Tatsache, dass der Abendmahlspruch Jesu erwiesenermaßen bereits ein halbes Jahrtausend vorher in Kanaa als Kultritus bestand, ausgehend von vielen Märchen und Sagen bzw. in der Antike von Geschichtsschreibern notierten Kulten, angesichts all dessen, was wir von Initiationsriten weltweit wissen, möge man beurteilen, ob solche Interpretation und geistige Verknüpfung zulässig ist oder nicht.

Bewegt man eine interaktive Vereisungskarte in die Zeit vor ca. 12000 Jahren, entdeckt man vor Neufundland eine weitere Insel, die inzwischen verschwunden ist. Sie wurde nicht nur vom steigenden Meeresspiegel bedeckt, sondern wurde vom in den Nordatlantik ausbrechenden Agassiz-See überspült (she. Artikel oben). Diese Insel war während der Eiszeit eisfrei, möglicherweise sogar sehr angenehm, denn der Golfstrom nahm eine kürzere Runde und verlor sich nicht zum Teil in den Weiten des Nordmeeres. Die Insel war der nördliche Endpunkt eines grünen Küstenkorridores und lag somit auf dem Weg nach Europa. Es könnte die heilige Insel von Atlantis gewesen sein. Entsprechend meiner Erklärung Nr. 1 muss man keineswegs nach Gebäuderesten suchen, eine Hochkultur ist auch im Tipi möglich. Dass aber auch die Möglichkeit zu archetektonischer Hochkultur in dieser Zeit bestand, beweist Göbekli Tepe in ganz anderer Region. Die Fähigkeit, so etwas zu bauen, entstand natürlich nicht von heute auf morgen, sondern bedurfte einer langen Entwicklung, was nur beweist, wie wenig wir noch gefunden haben. Notwendige Konsequenz aus Göbekli Tepe ist, dass es zur Eiszeit in angenehmeren Klimazonen durchaus Hochkulturen in unserem Sinne gab und dass in der Eiszeit vergleichbaren Klimazonen die Menschen heute noch als Rentiernomaden oder Fischer in Tipis leben. Ich sage damit nicht, dass die menschliche Kultur immer die selbe war, ich vermute nur, dass Evolution, auch die der Gene, wesentlich langsamer von statten geht, und dafür in der Menschheitsgeschichte auch die Zeit zur Verfügung stand.

Aber zurück zu der Katastrophe, die der Artikel erwähnte. Man kann sich vorstellen, dass ein derartiger Einschlag, der auch eine Eisbarriere zerstört und einen riesigen Schmelzwassersee zum plötzlichen Abfluss bringt, auch eine riesige Flutwelle auslöst, die sehr wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Azoren und den westeuropäischen Kontinentalschelf hatte und damit auf beiden Seiten des Atlantiks die Kultur auslöschte, die die Höhlenmalereien hervor brachte. Wenige Menschen konnten anscheinend Richtung Osten abwandern und sind in der Nacheiszeit bis nach China gelangt. Ob es die selbe Katastrophe war, die sich auch an der Ostküste Asiens zu etwa der selben Zeit auswirkte, wäre zu beweisen, das würde bedeuten, dass das Beringland zumindest teilweise auch plötzlich geflutet wurde, ebenso die Landverbindungen von Japan und Taiwan und insbesondere Indonesiens. Hier ist gegen Ende der Eiszeit eine riesige Landfläche, das Sundaland untergegangen. Da in dieser Region wohl auch zur Eiszeit sehr angenehme Lebensbedingungen herrschten, kann man auch hier den Untergang einer hohen Kultur vermuten. Insgesamt kann man sagen, dass die Gegenden, die zur Eiszeit angenehm waren, entweder überflutet wurden, oder inzwischen verwüstet sind. Trotzdem ist Ackerbau und Viehzucht und zwar überall auf der Welt, auch in den Amerikas, etwa 8000 v.u.Z. entstanden. Ich glaube, dass dies nur erklärbar ist dadurch, dass vorhandene Wissens- und Kulturreste sich bis vor 8000 Jahren wieder gesammelt und von der Katastrophe erholt hatten. Ansonsten müsste man von einem weltweiten Kulturaustausch ausgehen.

Diese Katastrophe blieb aber nicht die einzige in diesem Raum. Ein 2. Mal brach der Agassiz-See plötzlich aus, vor eta 8000 Jahren, und ergoss sich diesmal vermutlich in die Hudson Bay.  Zu etwa gleicher Zeit stellten die Forscher eine tsunamiartige Flutung des Doggerlandes incl. Kanals fest. Auch die Westküste Frankreichs wurde wieder betroffen. Zu ebenfalls etwa gleicher Zeit brach das Mittelmeer durch die Dardanellen in das Schwarzmeer ein, was inzwischen wohl zu Recht als Grundlage der Sintflutsage erachtet wird. Ob die Straße von Gibraltar gleichzeitig wieder durchbrach, oder zumindest als Rinnsal während der Eiszeit bestehen blieb, konnte ich nicht herausfinden. Wenn aber in der folgenden Zeit entlang der europäischen Atlantikküste Dolmen und Menhir-Reihen entstanden, so kann ich diesen nur den Sinn zuordnen, den wir aus der Wikingerzeit noch kennen: Steine stehen für Menschen, deren Körper man nicht begraben konnte. Die Menhire erinnern an all die Vorfahren, die ein gewaltiger Tsunami verschlang, im Kreis aufgestellte Dolmen wie in Stonehenge erinnern wohl an ganze Völker, die verschwanden. In Tempeln wurde immer zu allererst der Ahnen gedacht. Die astronomische Ausrichtung ist selbstverständlich, man brauchte die Lokalisation in Raum und Zeit auf der Welt und im Kosmos, um sich geortet zu fühlen. Die Menhire bedeuten nun, dass die Seelen unwiderbringlich verloren sind, dass sie im Jenseits leben und nicht durch Wiedergeburt wieder ins Erdenleben eintauchen. Dort wo der Glaube an die Seelenwanderung überlebte, wurden unterirdische Tempel gebaut, die den Höhlen nachempfunden waren.(Mittelmeerländer)

Nebenbei gesagt: in diese Zeit (ca. 6-7000v.u.Z.) werden auch die letzten Ausbrüche des Puy de Dôme im Zentralmassiv datiert. Gegen Ende der Eiszeit (ca. 11000 v.u.Z.) sind möglicherweise ausgelöst durch diesen Meteoriteneinschlag, möglicherweise bedingt durch Erdbeben, ausgelöst durch Veränderung der Kontinentalplattenbelastung durch die Eisdecke, eine ganze Reihe weiterer Vulkane auch in Deutschland bzw. entlang des mittelatlantischen Rückens ausgebrochen, mit entsprechender Pollution der Atmosphäre, Vergiftung der Luft, Abkühlung des Klimas und einem Gesamteffekt, den man sich kaum vorstellen kann. Auch ein Bergteil des Teide könnte zu dieser Zeit ins Meer abgerutscht sein, und wann genau entstand das Loch in der Erdkruste in der Nähe, die Fifteen-Twenty-Fracture-Zone? Könnte es nicht die noch gesuchte Einschlagstelle des Asteoriden gewesen sein, schließlich besitzen Asteoriden üblicherweise rasende Geschwindigkeit und gelangen so in wenigen Sekunden von Nordamerika bis an den Äquator und auf dem Ozean verursachen sie ja keine Schmachspuren? Jedenfalls habe ich auf diese Nachricht aus der Wissenschaft schon lange gewartet, denn in beinahe allen sehr alten Sagen der Welt ist die Rede von z.B. einer 2. Sonne die am Himmel erschien, die Erde versengte, ins Meer eintauchte, anschließend kam es zu Dunkelheit und Kälte und nach einiger Zeit zu endlosen Regenfällen. Genauer kann eine solche Katastrophe nicht beschrieben werden. Entweder die Wissenschaft entdeckt noch mehr, jüngere Meteoriteneinschläge von globaler Bedeutung oder dies ist der Beweis, dass orale Überlieferung, sofern sie für wichtig und heilig erachtet wird, 10000 Jahre locker überbrücken kann und dass somit das "Gerippe" der Atlantis-Sage das selbe Alter haben kann.

Unsere Menschheit ging also durch multiple Zerstörung auch in jüngster Erdgeschichte. Das macht Mut, auch wenn man selbst statistisch gesehen eher wahrscheinlich zu den Toten der nächsten Katastrophe zählen würde. Das soll uns aber vor allem umsichtiger, ökologischer, weniger kulturarrogant machen. Unsere augenblicklichen Probleme sind Fukushima, die Verwüstung incl. des Verlustes an Trinkwasserressourcen, (neben den sozialen und politischen natürlich) packen wir's an.

 

 

3.9.13 10:35
 


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