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Ist Selbstversorgung politisch?

 Diese Frage ist nicht in meinem Kopf entstanden, sondern mit mir gewachsen und gealtert. Ich bin 1951 geboren, mein Vater war gerade mal 2 Jahre aus dem Krieg zurück. Meine übrige Familie, die den Krieg in München erlebte, hat diese Zeit vor allem überlebt, weil mein Großvater mehrere Heimgärten bewirtschaftete, einem Bauern bei der Reparatur seiner Geräte half, gegen Eier und Butter, weil sie ihre komplette Kleidung selbst herstellten, mein Großvater hat sogar geschustert, sie holten aus den Wäldern um München Beeren, Pilze und Feuerholz.

Mein Vater hat seine Spätheimkehrerprämie in den Kauf einer Landparzelle investiert, die dann Baugrund wurde. Sein Arbeiterlohn reichte für die Miete einer kleinen Werkswohnung, für 1 Kinobesuch und 1 Restaurantbesuch pro Monat und 1 Woche Urlaub in den Bergen, wobei die Hütten damals primitiv und billig waren.

Mein selbständiges Leben begann nach abgebrochenem Studium als Vollzeit-Mutter und Hausfrau einer bald 7 köpfigen Familie, die also komplett von einem Lohn zu leben hatte. Es wäre ein guter Lohn gewesen, wenn wir eben nicht 7 gewesen wären. 5 Kinder, das bedeutet, man braucht ein Haus und Garten, das bedeutet Schulden, also alles wird knapp, sehr knapp. Kino , Restaurant, Urlaub, Fehlanzeige.

Aber es war in der Hauptsache nicht so sehr eine wirtschaftliche Entscheidung, mit der Selbstversorgung fortzufahren: wir begriffen, dass unsere Eltern da ein Kulturgut an uns weiter gegeben haben, Fertigkeiten und Verhaltensweisen, wie man mit wenig Geld das Leben meistern kann. Wir hatten schon damals beide kein Vertrauen in den reibungslosen Fortbestand unserer modernen Konsumwirtschaft, Krisen, vor allem Finanzkrisen, aber auch Katastrophen oder Epidemien könnten die Versorgung von heute auf morgen zusammenbrechen lassen. Nach dem  2. Weltkrieg sind die ersten 2-3 Generationen der gesamten menschheitsgeschichte aufgewachsen, die sich voll und ganz auf den Warenmarkt verlassen und alle Fähigkeiten und Erfahrungen um die Selbstversorgung verloren haben, das heißt dieses Modell ist noch keineswegs evolutionsgetestet. Wir wollten also, was unsere Familie betrifft, hier keine Lücke entstehen lassen, und das ist uns gelungen. Selbst Kinder, die in der Stadt leben, pflanzen sich noch irgend etwas an und haben ihre Freude daran.

Inzwischen hat sich das Baugrundstück meines Vaters und unser Haus in einen Bauernhof verwandelt, ein Selbstversorgerhof und Wwoofhof, was bedeutet, dass zwischen 30 und 40 Menschen aus aus aller Welt pro Jahr auf unseren Hof kommen, um Erfahrungen in der Selbstversorgung zu sammeln.

Gerne hätte ich den Hof auch mit einem Hartz IV, Aufstocker, Mutter mit Kind Projekt in Zusammenhang gebracht, aber mir wurde sehr schnell bedeutet, dass hierfür kein Bedarf besteht, das würde als diskriminierend empfunden. Es fällt mir sehr schwer, zu begreifen, dass wirklich arme Leute nicht wie wir gebrauchte Kleidung anziehen, Gemüse pflanzen u.ä. sondern das spärliche Geld für die in unserer Gesellschaft als notwendig angesehenen Konsumgüter ausgeben, darunter Schmuck, Schminke, Mode, damit man nicht sieht, wie schlecht es einem geht, aber auch für minderwertige Nahrung. Klar ist das alles gesellschaftlich bedingt und gewollt. So lange diese Konsumgüter für so erstrebenswert gehalten werden, werden die Menschen bereit sein, sich dafür zu versklaven.

Die Linke und die Gewerkschaften kämpfen zu Recht für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne, möchten dabei aber im wesentlichen, dass sich die Menschen diesen hier üblichen durchschnittlichen Lebensstandard leichter leisten können. Der Sinn und Inhalt dieses Lebensstandards wird nicht hinterfragt, weil man den Armen und Ausgebeuteten nicht auch noch Entbehrung predigen möchte und damit die Niedriglöhne evtl. noch rechtfertigen könnte. Diese Bedenken kann ich voll und ganz nachvollziehen, mir geht es aber nicht um Entbehrung, sondern um ein qualitativ besseres, gesünderes und unabhängigeres Leben. Die Löhne müssen erhöht werden, mit konsumkritischem Bewusstsein wird aber mehr Geld für Bildung, Kultur, Freiheit und Freizeit übrig bleiben. Oder für eine bessere Wohnung, insbesondere dann, wenn die Mietpreise gebremst werden.

Lohnabhängige werden einmal ausgebeutet in ihrem Arbeitsverhältnis zum anderen aber beraubt durch den Markt mit seiner perfid wirkenden Ideologie.

Die Kritik an dieser Seite der Medaille war nur ganz kurze Zeit Thema in der linken Ecke in den 70ern, Kritik der Warenästhetik von Haug z.B.

Ich denke, dass es prinzipiell fortschrittlich ist, sich auf die qualitative Seite der Widersprüche des Systems zu schlagen.

Bezüglich der Arbeitsverhältnisse tut dies die Linke weitgehend, sie müsste meiner Meinung nach hier noch fordern, dass die Arbeitsämter nur zu Sozial-TÜV geprüften Arbeitsplätzen verpflichten darf. In unserem Staat wird alles und jedes kontrolliert, warum nicht die Unternehmer für ihre Arbeitsbedingungen?

Aber auch in der gesamten Reproduktion ist Qualität zu fordern, die Produkte müssen gesund, notwendig, funktional und ästhetisch sein. Diese Forderung nach Qualität, Lebensqualität, sprengt langfristig gesehen das System, denn es blockiert die Entwicklung der quantitativen Seite. Diese Vision vom Konsumgut hatte allerdings schon Picasso, es wird also auch noch ein Weilchen dauern, bis sie realisierbar ist.

So lange können wir durch Selbstversorgung uns nicht nur behelfen, sondern uns auch Wissen, Fähigkeiten, Mut, Selbstbewusstsein, Freude, mehr Gesundheit aneignen. Damit meine ich nicht, dass Leute, evtl. Städter, die noch nie was mit Handarbeit oder Gartenbau am Hut hatten, unbedingt jetzt alle aufs Land sollten. Man ist ja nicht bei den Roten Khmer. Aber die Freiheit zum Fischen, Jagen und Kritisieren sollte man haben, die Ermunterung dazu, die Möglichkeit, die durch Kommunen gestellt werden sollte.

In den USA ist man da schon weiter. Es gibt kommunal angestellte Nutzgartenberater und in den Hinterhöfen der Städte, auf Balkons... wachsen die Kohle, Tomaten und Salate. Das sind soziale Initiativen, niemand würde auf die Idee kommen, sie als reaktionär zu bezeichnen.

Erinnern wir uns an die Gartenstadt-Idee aus den 20er Jahren des vorigen Jh., denken wir an die grünen Gürtel mancher Städte, z.B. Münchens, auch an die Schrebergärten, die immer mehr platt gemacht werden. Was kann man da wieder aufleben lassen, verbreiten, umgestalten in einem moderneren, sozialeren Sinne?

17.9.13 00:43


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Evolution der Menschen

Gleich mal vorweg: ich bin keinesfalls Genbiologe- oder paläntologe, sondern bewege mich auf diesem Terrain bisher nur hobbymäßig mit dem einzigen Werkzeug der philosophischen Logik und der Kombination von Fakten, die Wissenschaftler gefunden haben. Wenn also Herr Pääbo mir irgendeinen Gegenbeweis bringt, ist dieser willkommen und akzeptiert.

Was mir an der derzeitigen Theorie vor allem aufstößt, ist die Tatsache, dass einerseits eine Vermischung des homo sapiens sapiens mit dem homo sapiens neandrtalensis, sowie mit dem Denisova-Menschen als bewiesen gilt, andererseits aber weiterhin behauptet wird, die gemeinsame Urmutter aller heute lebenden Menschen hätte als homo sapiens sapiens vor ca. 130000 oder weniger Jahren in Afrika gelebt. Das ist unlogisch, denn, wenn es Vermischung mit älteren Menschenarten gegeben hat, muss die gemeinsame Urmutter vor all dieser verschiedenen Arten geortet werden. Das hieße entweder, dass der Mutationsabstand in der Mitochondrientheorie falsch berechnet ist, oder dass die Mutationen doch nicht so regelmäßig stattfinden, oder dass die gesamte Mitochondrientheorie falsch ist. Wissenschaftler mögen beurteilen, was davon am ehesten stimmt.

Ein weiteres logisches Problem sind all Menschenarten, die älter als der Neandertaler sind. Sie hatten bereits Speere, bauten Boote, Häuser, pflasterten Vorplätze, hatten Feuer, jagten Großwild und vieles mehr. Die ersten Neandertaler, die sich aus dieser Menschenmenge abspalteten, hatten doch ständig Rückwärtsbeziehungen und waren wohl nie in der Lage, diese Homini erecti in ihrem gesamten Verbreitungsraum auszulöschen. Wo sind die denn abgeblieben? Angeblich hatte der spanische Homo antecessor schon ein flaches Gesicht, wie wir. Es scheint überhaupt, dass das Gesicht die größte Variabilität in der Erscheinung aufweist, je nach Umweltbedingungen, während der Körper ziemlich der selbe bleibt. Man stelle sich Menschen vor, die die Felle, die sie schaben, mit den Zähnen festhalten. Ihr Gebiss wird stärker und vorspringen, während als Gegenreaktion der Stirn- und Gehirnschädel nach hinten flieht. Das hat mit veränderten Genen überhaupt nichts zu tun und im heißen Afrika, wo man keine Felle braucht, ist rein deshalb vielleicht der flache Gesichtsschädel weiter verbreitet gewesen. Selbst an Tierschädeln erkennt der Archäologe an der stumpferen, kürzeren Schnauze, dass es sich um domestizierte Tiere handelte, an der spitzeren längeren, dass es Wildformen waren. So hat sich der Mensch eben selbst domestiziert. Meine Vermutung ist daher, dass wir genetisch gesehen immer noch Homini erecti sind, im wesentlichen jedenfalls, und die geringe Einmischung an Neandertalergenen das potentielle Abspaltungs-Genmaterial darstellen, also könnte sich aus uns, bei geänderten Lebensumständen, rein theoretisch wieder ein Neandertaler entwickeln. Da aber winzige Genveränderungen genügen, um ein Erscheinungsbild drastisch zu verändern, ist damit natürlich eher nicht mehr zu rechnen.

Ich glaube, dass man die momentanen Erklärungsprobleme bzgl. der menschlichen Evolution nur in den Griff bekommt, wenn man genau von diesen 2 Hypothesen ausgeht: 1. die Urmutter war mindestens ein homo erectus oder älter, 2. wir sind immer noch Homini erecti. So würde man zu keinem Widerspruch zwischen Gentheorie und tatsächlichen Funden mehr kommen und könnte die kulturelle Evolution des Menschen ebenfalls bruchlos erklären. Ob dabei der Ursprung in China oder in Afrika angesiedelt wird, ist relativ egal. Sofern die Mitochondrientheorie an sich stimmt, ist er eher unilokal zu denken. Tatsache jedenfalls ist, dass der asiatische homo erectus schon hoch entwickelt war.

3.9.13 15:15


Womit die Menschheit/Evolution fertig werden musste


Heute kam endlich der Hinweis, auf den ich schon lange wartete: http://www.focus.de/wissen/klima/starke-klimaveraenderung-asteroiden-einschlag-beeinflusste-die-evolution_aid_1088421.html. Alles, was ich im Folgenden darlege, soll einen hypothetischen Rahmen darstellen, der auf Belege durch die Wissenschaft wartet, nicht mehr und nicht weniger, also keine esotherische Phantasie, aber auch keine bewiesene Behauptung. Anders würde ich mich nicht mehr getrauen, über den ersten Punkt, Atlantis, zu sprechen.

Dabei gehe ich von 2 Annahmen aus: 1.) alle bisherigen Behauptungen, Atlantis gefunden zu haben, stimmen insofern, als untergegangene Nachfolgekulturen einer prähistorischen Hochkultur gefunden wurden, sie besagen, dass es vernichtende Katastrophen in der Menschheitsgeschichte zu Hauf gab. 2.) die Priester von Sais oder Solon konnten sich eine Hochkultur nicht anders vorstellen, als die Kultur, in der sie lebten, genau wie wir heutzutage. Was sie beschrieben haben, war die minoische Kultur. Das heißt aber nicht, dass das Ereignis nicht tatsächlich 10000 Jahre zurück lag und auch die Lokalisation so in etwa stimmt, aber von der tradierten Sage ist mit Sicherheit nur ein Gerippe übrig geblieben, während die Ausmalung sich mit der Zeit veränderte.

Die neuesten Forschungsergebnisse zusammen gepuzzelt ergeben folgende Skizze: die frühesten Funde an Skulpturen und Höhlenmalereien reichen in eine Zeit zurück, in der bisher nur die Neandertaler belegt sind und betreffen nur Westeuropa, bzw. das westliche Mitteleuropa. Auch die Neandertaler haben schon blattförmige, feine Steinwerkzeuge entwickelt, wie sie später in der Solutréen- Kultur (Westküste Europas) perfektioniert wurden. Ich gehe also davon aus, dass die Neandertaler in Westeuropa den Grundstein für eine hohe Kultur legten.

Diese Kultur breitete sich entlang der Eisküstenlinie bis an die Ostküste Nordamerikas aus und ist dort als Folsom und Cloviskultur bekannt. Diese reichte bis etwa Florida nach Süden. Transatlantische Kontakte sind angeblich inzwischen bewiesen. Dies würde eine Interpretation der bemalten Höhlen im Sinne der Vorstellungen nordamerikanischer Eingeborener empfehlen: die Höhle ist die Gebärmutter der Mutter Erde. In ihr warten die Seelen die eine Wanderung durch Wolken und Tiere hinter sich haben auf die Wiedergeburt. In Initiationsriten sollen die Jugendlichen (Männer) in die Geheimnisse des Lebens eingeweiht werden. Die Tierbilder erscheinen aus dem Dunkeln wie eine göttliche Offenbarung, sobald sich das Auge adaptiert hatte und die Drogen wirkten. Dieser Weltsicht entsprechend, müssten die Künstler weibliche Priesterinnen gewesen sein. Die grazilen Handabdrucke und die zarten, eleganten Linien sprechen genau so dafür, wie die Überlieferung in Märchen und Sagen, wobei ich vor allem an das Märchen vom Machandelboom und die Harpagussage denke, beide freilich nur Gerippe der ursprünglichen Realität. Schädelfunde vor den Höhlen erzählen aber von Menschenopfern, so dass man sich eine weibliche "Justitia" mit verbundenen Augen, die am Höhlenausgang das "Schicksal" über das Menschenopfer entscheiden ließ, durchaus vorstellen kann. Dieses wurde dann in der Gemeinschaft verspeist, "dies ist mein Leib", "dies ist mein Blut" und die Gemeinschaft so im "Abendmahl" zusammengeschworen. Dabei wusste natürlich der Vater nicht, dass er den Sohn aß, der sich für die Gemeinschaft geopfert hatte. Ausgehend von der Tatsache, dass der Abendmahlspruch Jesu erwiesenermaßen bereits ein halbes Jahrtausend vorher in Kanaa als Kultritus bestand, ausgehend von vielen Märchen und Sagen bzw. in der Antike von Geschichtsschreibern notierten Kulten, angesichts all dessen, was wir von Initiationsriten weltweit wissen, möge man beurteilen, ob solche Interpretation und geistige Verknüpfung zulässig ist oder nicht.

Bewegt man eine interaktive Vereisungskarte in die Zeit vor ca. 12000 Jahren, entdeckt man vor Neufundland eine weitere Insel, die inzwischen verschwunden ist. Sie wurde nicht nur vom steigenden Meeresspiegel bedeckt, sondern wurde vom in den Nordatlantik ausbrechenden Agassiz-See überspült (she. Artikel oben). Diese Insel war während der Eiszeit eisfrei, möglicherweise sogar sehr angenehm, denn der Golfstrom nahm eine kürzere Runde und verlor sich nicht zum Teil in den Weiten des Nordmeeres. Die Insel war der nördliche Endpunkt eines grünen Küstenkorridores und lag somit auf dem Weg nach Europa. Es könnte die heilige Insel von Atlantis gewesen sein. Entsprechend meiner Erklärung Nr. 1 muss man keineswegs nach Gebäuderesten suchen, eine Hochkultur ist auch im Tipi möglich. Dass aber auch die Möglichkeit zu archetektonischer Hochkultur in dieser Zeit bestand, beweist Göbekli Tepe in ganz anderer Region. Die Fähigkeit, so etwas zu bauen, entstand natürlich nicht von heute auf morgen, sondern bedurfte einer langen Entwicklung, was nur beweist, wie wenig wir noch gefunden haben. Notwendige Konsequenz aus Göbekli Tepe ist, dass es zur Eiszeit in angenehmeren Klimazonen durchaus Hochkulturen in unserem Sinne gab und dass in der Eiszeit vergleichbaren Klimazonen die Menschen heute noch als Rentiernomaden oder Fischer in Tipis leben. Ich sage damit nicht, dass die menschliche Kultur immer die selbe war, ich vermute nur, dass Evolution, auch die der Gene, wesentlich langsamer von statten geht, und dafür in der Menschheitsgeschichte auch die Zeit zur Verfügung stand.

Aber zurück zu der Katastrophe, die der Artikel erwähnte. Man kann sich vorstellen, dass ein derartiger Einschlag, der auch eine Eisbarriere zerstört und einen riesigen Schmelzwassersee zum plötzlichen Abfluss bringt, auch eine riesige Flutwelle auslöst, die sehr wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Azoren und den westeuropäischen Kontinentalschelf hatte und damit auf beiden Seiten des Atlantiks die Kultur auslöschte, die die Höhlenmalereien hervor brachte. Wenige Menschen konnten anscheinend Richtung Osten abwandern und sind in der Nacheiszeit bis nach China gelangt. Ob es die selbe Katastrophe war, die sich auch an der Ostküste Asiens zu etwa der selben Zeit auswirkte, wäre zu beweisen, das würde bedeuten, dass das Beringland zumindest teilweise auch plötzlich geflutet wurde, ebenso die Landverbindungen von Japan und Taiwan und insbesondere Indonesiens. Hier ist gegen Ende der Eiszeit eine riesige Landfläche, das Sundaland untergegangen. Da in dieser Region wohl auch zur Eiszeit sehr angenehme Lebensbedingungen herrschten, kann man auch hier den Untergang einer hohen Kultur vermuten. Insgesamt kann man sagen, dass die Gegenden, die zur Eiszeit angenehm waren, entweder überflutet wurden, oder inzwischen verwüstet sind. Trotzdem ist Ackerbau und Viehzucht und zwar überall auf der Welt, auch in den Amerikas, etwa 8000 v.u.Z. entstanden. Ich glaube, dass dies nur erklärbar ist dadurch, dass vorhandene Wissens- und Kulturreste sich bis vor 8000 Jahren wieder gesammelt und von der Katastrophe erholt hatten. Ansonsten müsste man von einem weltweiten Kulturaustausch ausgehen.

Diese Katastrophe blieb aber nicht die einzige in diesem Raum. Ein 2. Mal brach der Agassiz-See plötzlich aus, vor eta 8000 Jahren, und ergoss sich diesmal vermutlich in die Hudson Bay.  Zu etwa gleicher Zeit stellten die Forscher eine tsunamiartige Flutung des Doggerlandes incl. Kanals fest. Auch die Westküste Frankreichs wurde wieder betroffen. Zu ebenfalls etwa gleicher Zeit brach das Mittelmeer durch die Dardanellen in das Schwarzmeer ein, was inzwischen wohl zu Recht als Grundlage der Sintflutsage erachtet wird. Ob die Straße von Gibraltar gleichzeitig wieder durchbrach, oder zumindest als Rinnsal während der Eiszeit bestehen blieb, konnte ich nicht herausfinden. Wenn aber in der folgenden Zeit entlang der europäischen Atlantikküste Dolmen und Menhir-Reihen entstanden, so kann ich diesen nur den Sinn zuordnen, den wir aus der Wikingerzeit noch kennen: Steine stehen für Menschen, deren Körper man nicht begraben konnte. Die Menhire erinnern an all die Vorfahren, die ein gewaltiger Tsunami verschlang, im Kreis aufgestellte Dolmen wie in Stonehenge erinnern wohl an ganze Völker, die verschwanden. In Tempeln wurde immer zu allererst der Ahnen gedacht. Die astronomische Ausrichtung ist selbstverständlich, man brauchte die Lokalisation in Raum und Zeit auf der Welt und im Kosmos, um sich geortet zu fühlen. Die Menhire bedeuten nun, dass die Seelen unwiderbringlich verloren sind, dass sie im Jenseits leben und nicht durch Wiedergeburt wieder ins Erdenleben eintauchen. Dort wo der Glaube an die Seelenwanderung überlebte, wurden unterirdische Tempel gebaut, die den Höhlen nachempfunden waren.(Mittelmeerländer)

Nebenbei gesagt: in diese Zeit (ca. 6-7000v.u.Z.) werden auch die letzten Ausbrüche des Puy de Dôme im Zentralmassiv datiert. Gegen Ende der Eiszeit (ca. 11000 v.u.Z.) sind möglicherweise ausgelöst durch diesen Meteoriteneinschlag, möglicherweise bedingt durch Erdbeben, ausgelöst durch Veränderung der Kontinentalplattenbelastung durch die Eisdecke, eine ganze Reihe weiterer Vulkane auch in Deutschland bzw. entlang des mittelatlantischen Rückens ausgebrochen, mit entsprechender Pollution der Atmosphäre, Vergiftung der Luft, Abkühlung des Klimas und einem Gesamteffekt, den man sich kaum vorstellen kann. Auch ein Bergteil des Teide könnte zu dieser Zeit ins Meer abgerutscht sein, und wann genau entstand das Loch in der Erdkruste in der Nähe, die Fifteen-Twenty-Fracture-Zone? Könnte es nicht die noch gesuchte Einschlagstelle des Asteoriden gewesen sein, schließlich besitzen Asteoriden üblicherweise rasende Geschwindigkeit und gelangen so in wenigen Sekunden von Nordamerika bis an den Äquator und auf dem Ozean verursachen sie ja keine Schmachspuren? Jedenfalls habe ich auf diese Nachricht aus der Wissenschaft schon lange gewartet, denn in beinahe allen sehr alten Sagen der Welt ist die Rede von z.B. einer 2. Sonne die am Himmel erschien, die Erde versengte, ins Meer eintauchte, anschließend kam es zu Dunkelheit und Kälte und nach einiger Zeit zu endlosen Regenfällen. Genauer kann eine solche Katastrophe nicht beschrieben werden. Entweder die Wissenschaft entdeckt noch mehr, jüngere Meteoriteneinschläge von globaler Bedeutung oder dies ist der Beweis, dass orale Überlieferung, sofern sie für wichtig und heilig erachtet wird, 10000 Jahre locker überbrücken kann und dass somit das "Gerippe" der Atlantis-Sage das selbe Alter haben kann.

Unsere Menschheit ging also durch multiple Zerstörung auch in jüngster Erdgeschichte. Das macht Mut, auch wenn man selbst statistisch gesehen eher wahrscheinlich zu den Toten der nächsten Katastrophe zählen würde. Das soll uns aber vor allem umsichtiger, ökologischer, weniger kulturarrogant machen. Unsere augenblicklichen Probleme sind Fukushima, die Verwüstung incl. des Verlustes an Trinkwasserressourcen, (neben den sozialen und politischen natürlich) packen wir's an.

 

 

3.9.13 10:35


Tierische Beziehungskisten

Wir Menschen stellen uns tierische Erotik ganz simpel vor: das Weibchen kommt in die Brunst, das Männchen deckt, dann folgt die Trächtigkeit. Weit gefehlt! Im Tierleben kommt es zu den gleichen Irrungen und Wirrungen wie im Menschenleben auch.

Es fing alles damit an, daß ich 2 Entenküken erwarb, die Händlerin versprach mir, es wäre ein Pärchen. Das stellte sich in der Pubertät dann aber anders heraus, es wuchsen da zwei Erpel heran und wie viele Pubertierende begannen sie miteinander zu vögeln, oder besser gesagt, menscheln. Das muß nicht sehr befriedigend gewesen sein, denn bald ersahen sich beide dieselbe Henne als Objekt ihrer Begierde aus. Alle anderen waren uninteressant, aber diese braune, langweilige Hybridhenne mußte es sein. Kaum kam sie aus dem Häuschen, waren die Erpel aus dem Häuschen und verfolgten das Hennentier, was ihnen gelang und bestiegen es zu zweit gleichzeitig. Wie die Bremer Stadtmusikanten standen sie auf der armen Henne, die erbärmlich schrie. Nun, es dauerte nicht lange, da ließ ich die beiden Erpel schlachten, damit die Henne wieder ihre Ruhe und ihren Gockel hatte.

Als ich dann damit begann, aus der kleinen Selbstversorgerwirtschaft einen bäuerlichen Betrieb an anderem Ort zu entwickeln, kamen viele neue Tiere und Erlebnisse hinzu. Als erstes kam ein Kuhkalb zu uns. Es fühlte sich sehr einsam und entdeckte, daß ihr am ähnlichsten wohl noch der ebenfalls hellbraune Hund, ein großer Briard sei. So wurde dieser Hund die erste große Liebe des Kuhfräuleins, dieser jedoch nahm aus Angst vor ihren Zudringlichkeiten sofort Reissaus. Der Kuh konnte geholfen werden, zuerst bekam sie eine ältere, lebenserfahrene Gefährtin, später durfte sie zu einem richtigen Deckbullen reisen.

Als Zweites zog ein kleines Wollschweineberferkel ein. Es sollte in Zukunft mit Schwäbisch Hällischen Schweinen verpaart werden, doch diese kann man nur im jugendlichen Alter kaufen, weil vorher die Zuchttiere nicht aus den Masttieren ausselektiert werden. Notgedrungen bekam dieser kleine Schuljunge nun ein junges Schweinefräulein von mindestens 5-facher Größe in die Box gestellt, nun ja, zum Kuscheln war das erst mal gut. Aber auch kleine Schuljungen werden reifer, wenn auch in diesem Fall nicht sehr viel größer. Irgendwann reagieren sie auf das weibliche Flirtverhalten, aber wie um Himmelswillen sollte dieser kleine Eber auf das große Schwein kommen? Er hat es von allen Seiten probiert, den Eingang aber nicht gefunden. Als ich ihm ein Podest rein stellte, benützte dieses die Sau und war damit noch höher. Beide Tiere wurden nicht sehr alt. Die Sau durfte dann mal zu einem großen Eber reisen, den sie sofort sehr begehrte, aber in der Aufregung brach sie sich ein Bein an. Sie wurde dann, nachdem das Bein geheilt war, einmal von mir erfolgreich künstlich besamt, hat dann aber bei großer Hitze und Lärm zu früh geferkelt, von den Ferkeln sind nur 2 durchgekommen: Angela Ferkel und Ulla Schmatz. Daraufhin hat meine Ursau Piggy beschlossen, die Sache mit dem Sex ad acta zu legen und mußte deshalb irgendwann zum Metzger fahren, auch ihre Töchter haben nur einmal Kinder bekommen, dann brach sich ein Schwein die Hüfte, das andere magerte bei einem anderen Bauern zu sehr ab.

Dem Eber ging es, wie gesagt, nicht viel besser: er durfte auch einmal im Leben ein kleines, frühreifes Mädchen decken, wurde daraufhin aber extrem Macho. Er biß um sich, ohne zu wissen, daß man die Bäuerin nicht ungestraft beißen darf.

Piggies Tochter Ulla Schmatz war auch von besonderer Sorte. Sie war 3 Monate zu Besuch bei einem Freilandeber, wurde von diesem aber nicht trächtig, weil der Eber eine Rotte hatte, die eifersüchtig über ihn wachte. In der Sylvesternacht, kam sozusagen als Glücksschwein ein süßer Jungeber bei uns an, der ziemlich bald sich sehr bemühte, zu der rauschigen Sau zu kommen. Anfang ging alles gut, ich ging zu Bett. In der Nacht wurde ich von einem Schrei geweckt. Das Schwein hatte den jungen Eber über und über blutig gebissen, er lag im Schock. Diesen konnte ich zwar noch behandeln, aber er hatte auch ein Bein gebrochen, und mußte, da Feiertag war, eingeschläfert werden. Als nächstes kam ein mächtiger Alteber in den Stall und siehe da, Ulla war das zärtlichste, anhänglichste Schwein, das man sich denken kann, wurde von dem Eber trächtig und wich nicht von seiner Seite.

In die sagenhafte Ursau Piggy hatte sich aber auch der Hund verliebt. Alle Holzplanken sind an der Oberkante aufgebissen, weil er unbedingt zu ihr wollte. Als es ihm einmal gelang, in die offene Boxentür zu witschen und auf die Sau zu springen, holte diese mit ihrem Schädel einmal gewaltig aus und Amigo flog ins Freie. So rabiat hatte sich der Schweinehund die Liebe nicht vorgestellt!

Der mächtige Alteber lebt immer noch bei uns und ist ein gutmütiger Papa, der sich um seine Kinder sorgt. Wenn er im Winter alleine in einer Box ist, entwickelt er fetischistische Fantasien und deckt dann auch schon mal die gewölbte Mistschaufel. Aus dieser Kreuzung hat sich leider noch kein Mini-Frontlader entwickelt.

Bei den Heidschnucken gab es inzwischen einen Bock mit ganz tollem Gehörn, ein richtiges Prachtexemplar, zum Schlachten zu schade. Was, wenn ich diesem Bock meine Milchschafherde geben würde? Leider benahm sich dieser Bock wie ein Mantafahrer, die Schafe mochten ihn nicht. Einem stolzen Schaf gelang es, in 2 Jahren von ihm nicht trächtig zu werden. 2 Jungschäflein konnte ich im letzten Moment vor seinen sadistischen Angriffen in Sicherheit bringen, sie lagen schon auf dem Rücken und bluteten aus der Nase. Und Sados fahren dann halt auch sehr schnell zum Metzger. Die Schafe bekamen nun einen hornlosen, äußerst romantischen Juraschafbock zum Mann und umwarben diesen wie einen Hahn im Korb. Sobald alle trächtig waren, beschäftigte sich der Bock in seiner Langeweile mit sich selbst. Wie, das geht nicht ohne Hände? Doch, er braucht nur mit dem Bauch auf dem Boden zu wetzen und Stiere können das aus dem Stegreif. Manchmal sind aber auch die Kühe behilflich, sie sehen ein, daß der geliebte Stier nicht 11 Monate lang darben kann und lecken ihn, manchmal zu zweit, gleichzeitig.

Da der Fuchs Geflügel nun mal zum Fressen gern hat, kam es, daß irgendwann eine schöne junge Pute verwitwet mit den Hühnern laufen mußte und sich ein Gockel sehr um diese vermeintliche Prachthenne bemühte. Die Pute jedoch ergriff sich den Gockel mit dem Schnabel im Genick und wirbelte ihn mehrfach im Kreis herum. Man sollte sich eben nicht an Amazonen versuchen! Vor Kurzem habe ich einen überzähligen zweijährigen Gockel hergeschenkt, an eine Frau, die 4 Hennenjungfrauen hält. Der arme Kerl wurde aus der Herde ausgeschlossen, durfte nicht auf die Schlafstange aufsitzen, nicht gleichzeitig fressen. Nachdem er eine Woche lang verzweifelt die 4 Hennen umworben hatte, sie immer wieder vergeblich zum Futter gelockt, vor dem Raubvogel gewarnt, haben sie ihn endlich akzeptiert.

Eines Morgens entdeckte ich an meine Hauswand gekauert ein kleines Wildentchen mit gebrochenem Flügel. Als ich mich näherte, kam mir mein Hauserpel entgegen und wieder wenige Sekunden später kam mit  wütendem Geschnatter meine Entin angewetzt, griff sich ihren Mann und trieb ihn vor sich her heim ins Nest. Am nächsten Morgen war der Erpel mit der Wildente verschwunden.

Da Amigo kein Glück mit Schweinen hatte, half er mir, ein Lämmchen aufzuziehen. Während ich die Flasche gab, leckte er den Hintern des Lämmchens, dieses versuchte sich am Hundefutter, woraufhin Amigo Mehl fraß. Aber das jugendliche Schäfchen hat dann den Hund doch wieder verschmäht.

Anders eine Ziege. Sie hatte nur einen Schafbock zur Verfügung und nun ist sie offensichtlich trächtig, entwickelt ein Euter mit Milch und einen runden Bauch und ich bin ganz gespannt auf die Geburt der kleinen Schiegen.

Meine arme, sterile Eier legende Schildkröte hatte auch kein Glück mit Männern. Einer biß ihr mal ein Loch in die Schulter. Schildkrötenmännchen sind Obersados.

Meine beiden roten Kater haben beide ihre erste große Liebe mit dem Leben bezahlt, weil sie blindlings in Autos gerannt sind.

Fortsetzung folgt, das Leben wird sie schreiben.

1.6.07 12:07





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